VR-Brillen und Controller im Vergleich: HTC Vive vs. Oculus Rift

Wenn Sie auf einem PC spektakuläre und technisch hochentwickelte Virtual-Reality-Erfahrungen machen möchten (z.B. bei einem virtuellen Rundgang), dann müssen Sie sich aktuell zwischen zwei VR-Brillen entscheiden, und zwar HTC Vive und Oculus Rift. Im Folgenden vergleichen wir die Technik und Software sowie das erhältliche Zubehör für die beiden VR-Brillen.

Die HTC Vive:

HTC Vive

Die Oculus Rift:

Oculus Rift von vorne und hinten

Displaytechnologie und Bildqualität

Die Entscheidung zwischen den beiden VR-Brillen würde ziemlich leicht fallen, wenn es einen erheblichen Unterschied zwischen der Display-Technik bzw. Display-Qualität der beiden Geräte geben würde. Diesen Gefallen tun uns die beiden Hersteller jedoch nicht. Sowohl die HTC Vive als auch die Oculus Rift setzen auf moderne OLED-Displays mit einer nativen Auflösung von 2.160 x 1.200 Pixel. Bei beiden Geräten liegt die Bildwiederholfrequenz bei 90 Frames pro Sekunde, während das Sichtfeld 110 Grad beträgt. Wenn man die Displays der beiden VR-Brillen rein technisch betrachtet, lässt sich kein Unterschied feststellen. Bei näherer Betrachtung lassen sich jedoch kleinere Aspekte finden, die aber in erster Linie mit der verwendeten Software zusammenhängen. So sind beispielsweise bei der HTC Vive Helligkeit und Kontrast manchmal höher, dafür kann aber die Oculus Rift mit schärferem Bild punkten, welches sich insbesondere auf die Lesbarkeit von Texten äußerst positiv auswirkt.

 

Systemanforderungen und Tracking

Für den Betrieb beider VR-Brillen wird ein hoch performanter Windows-PC benötigt. Die Oculus Rift ist ein kleines bisschen verhaltener und benötigt lediglich eine Nvidia GTX 960, während die HTC Vive eine GTX 970 verlangt. Dabei handelt es sich jedoch um Mindestvoraussetzungen. Um das Potenzial der Systeme voll auszuschöpfen, werden leistungsstärkere Grafikkarten benötigt.

Ein bedeutender Unterschied der beiden VR-Brillen liegt im Tracking der Bewegungen des Nutzers. Beide Geräte sind mit performanten Beschleunigungs- und Gyro-Sensoren ausgestattet. Während bei der Oculus Rift ein Sensor die Position der LEDs am Headset erkennt und verfolgt, ist die HTC Vive mit mehreren Fotodioden versehen, die das IR-Licht wahrnehmen, das von zwei Basisstationen ausgestrahlt wird. Die HTC Vive verfügt zudem über eine Frontkamera. Die Oculus Rift lässt sich mit Kameras und dem Oculus Touch-Controller schnell und einfach für ein raumfüllendes VR-Erlebnis aufrüsten. Damit das aber einwandfrei funktioniert, ist die Anschaffung einer dritten Kamera notwendig.

 

Controller

HTC Vive Controller:

HTC Vive Controller

Oculus Touch Controller:

Oculus Rift Controller

Bei der Oculus Rift kann man sich mit dem Xbox One-Controller, der im Lieferumfang enthalten ist, durch die virtuelle Welt bewegen. Die HTC Vive setzt auf zwei Hand-Controller, die etwas klobig sind und eine kurze Eingewöhnungszeit benötigen. Diese bieten gegenüber dem herkömmlichen Xbox-Controller eine größere Immersion und ein besseres VR-Erlebnis, da sich die Hände unabhängig voneinander und auf eine natürliche Weise bewegen lassen. Aktuell bietet Oculus mit dem optional erhältlichen Oculus Touch Controller jedoch die bessere Lösung. Der Touch Controller überzeugt durch erstklassige Ergonomie, ein cleveres Design und ist in der Lage, die Fingerbewegungen zu tracken, wodurch ein intensiveres VR-Erlebnis ermöglicht wird.

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