Tagtäglich kommen neue Produkte, Spiele und Features auf den Markt, die neue und interessante Technologien hervorbringen. Das gilt insbesondere für den Bereich Virtual Reality. Inreal stellt dieses Mal ein System von Valve vor. Und zwar das SteamVR Tracking 2.0.

Hierbei handelt es sich um einen Verbund von Hard- und Software, der in der Lage ist, die Position der Sensoren an den Eingabegeräten zu bestimmen. Als Eingabegeräte eignen sich sog. Flying Joysticks, die kabellos in der Hand gehalten werden. Das System scannt dabei den Raum, in welchem sich die Person befindet. Kernstück sind die Basisstationen, die mittels eines Lasers in hoher Frequenz Licht in den Raum werfen. Als Empfänger dienen eine VR-Brille und das entsprechende Eingabezubehör. Die Lichtimpulse bedienen sich einfacher trigonometrischen Funktionen, um die Position des Sensors im Raum zu ermitteln – und das auf den Millimeter genau. Durch die Kombination von zwei Basisstationen sowie einer Hochgeschwindigkeits IMU (inertial measurement unit, auf Deutsch: Trägheitsmesseinheit) berechnet SteamVR auch die Orientierung, Bewegungs- und Winkelgeschwindigkeit der verfolgten Objekte mit einer Aktualisierungsrate von 1000Hz. Dieses Ortungssystem funktioniert quasi als GPS-System im eigenen Wohnzimmer.

Schematische Darstellung einer VR-Brille, zwei in der Hand gehaltenen Eingabegeräten sowie zwei Basisstationen
Schematische Darstellung einer VR-Brille, zwei in der Hand gehaltenen Eingabegeräten sowie zwei Basisstationen. Quelle: store.steampowered.com/steamvr

Verbesserung der Technologie ermöglicht das Erfassen mehrerer Räume

Die Technik wird ständig erweitertet. Mit SteamVR Tracking 1.0 konnte man maximal zwei Basisstationen nutzen, die bis zu 16 Quadratmeter Raum abdecken. Mit der nächsten Generation ist man nun aktuell in der Lage bis zu vier zusammen zu schalten. Daneben ist das neue System auch leiser, billiger, kleiner und vor allem leistungsstärker. In einem neuen Video, getweetet vom Präsidenten von HTC Vive, Alvin Wang Graylin, wird eindrucksvoll gezeigt, wie drei getrennte Trackingflächen mit jeweils zwei Basisstationen, von der Trackingsoftware zu einem einzigen virtuellen Raum vereint wird. Ein Grundriss zeigt den Aufbau mit einer Gesamtfläche von insgesamt 67.5 Quadratmeter.

Grundriss mit SteamVR
Quelle: twitter.com/AGraylin

Einem Ingenieur von Valve zufolge, wird daran gearbeitet, bis zu 16 Trackingsboxen gleichzeitig in Betrieb nehmen zu können. Daraus ergibt sich rein theoretisch eine Fläche von 128 Quadratmetern. Allerdings steht das noch nicht genau fest. Für eine optimierte und erfolgreiche Umsetzung der virtuellen Realität, sind solche Fortschritte sehr bedeutend.

Positive Aspekte für die Darstellung der virtualen Realität in der Immobilienbranche

Mit dem SteamVR Tracking 2.0 können virtuelle Projekte wirksamer gestaltet werden. Die Person kann real durch den Raum laufen und das Projekt erkundigen. Nebenbei erlebt sie dabei durch die Simulation ein intensives Gespür für die Größe, die Helligkeit und die Gestaltung. So kann sie sich mit der Umgebung vertraut machen und Veränderungen nach ihren Wünschen und Vorstellungen äußern. Vorstellbar sind auch On-the-fly-Änderungen, die der Benutzer mittels der Eingabegeräte durchführen kann. So verschwinden Wände oder Stühle per Handschwenk.