Insbesondere traditionelle Unternehmen haben die vollständige Digitalisierung oft noch in keinem umfassenden Maße umgesetzt, der Trend ist jedoch steigend. Viele Start-ups setzen an diesem Punkt an, um noch wenig digitalisierte Märkte mit ihrem Angebot zu erschließen. In Unternehmen, bei denen die Digitalisierung noch nicht weit vorangeschritten ist, ist es entscheidend die Umstellung vorteilhaft und effektiv zu realisieren. Dazu sollte die Digitalisierung „zur Chefsache“ erklärt werden und die Strategie muss mit den Unternehmenszielen abgeglichen werden. In diesem Sinne empfiehlt es sich auch eigens einen CDO für diese Aufgabe einzusetzen.

Hintergründe zur Digitalisierung

In der Informations- und Kommunikationsbranche sind laut einer aktuellen Studie 24 Prozent der Unternehmen digital voll entwickelt. In der Baubranche hingegen ist dieser Wert deutlich niedriger, jedoch bewerten 11 Prozent der Unternehmen ihren digitalen Stand mit 5 von 6 Punkten. Der Grad und die Art der digitalen Entwicklung ist stark branchenabhängig. Für Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche beispielsweise ist der Trend BIM ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Weiterentwicklung. In der Bauphase können alle Beteiligten an einem gemeinsamem digitalen 3D-Modell arbeiten und nach der Fertigstellung werden die Daten an den Besitzer übergeben.

BIM Software
BIM Software - Quelle: autodesk.com

Die Strategieentwicklung ist wichtig

Um Unternehmen digital umzusetzen, muss ein einheitliches Konzept erstellt werden. Ein häufig begangener Fehler ist die Auslagerung der Aufgaben an die IT-Abteilung. Digitalisierung betrifft das komplette Unternehmen, nicht nur einzelne Bereiche. Das Konzept und die Strategie müssen in Übereinstimmung mit den Unternehmenszielen und den Leitlinien stehen. Nur durch die Integration der Maßnahmen in eine übergeordnete Strategie gelingt die effiziente Umsetzung und die Vorteile werden nutzbar.

Abstimmung mit dem Team

Zur erfolgreichen Umsetzung eines Digitalisierungsprojekts ist die Abstimmung mit verschiedenen Teammitglieder notwendig. Das Projektteam sollte Mitglieder aus allen tangierten Unternehmensbereichen beinhalten. Nicht jedes Teammitglied ist dabei ein Technologieexperte. Gerade deswegen sollten diese Personen aber früh in den Prozess miteinbezogen werden. Es ist wichtig ihre individuellen Anforderungen zu beachten und ein Verständnis für die Notwendigkeit der Weiterentwicklung zu etablieren.

Aktuelle Trends in der Immobilienbranche

Neben BIM ist vor allem Virtual Reality ein dominierender Trend in der Immobilienbranche. Dank virtueller Gebäudemodelle, wie sie von Inreal erstellt werden, entsteht ein realistischer Eindruck vom geplanten Projekt, was die Kommunikation von Ideen und Plänen erleichtert. Korrekturen und Verbesserungen werden frühzeitig in Auftrag gegeben, Fehler werden vermieden. Ein weiterer Trend in der Digitalisierung sind Produkte der Augmented Reality. Virtualität und Realität verschmelzen, die Arbeit vor Ort vereinfacht sich. Einsatzmöglichkeiten ergeben sich unter anderem in der Montage. Dort erhalten die Mitarbeiter durch Laserprojektionssysteme und Montageroboter technische Unterstützung.

Tipps zur Umsetzung der Digitalisierung

  1. Erklären Sie das Projekt zur Chefsache und setzen Sie einen CDO ein, der die Verantwortung für die Planung übernimmt.
  2. Schaffen Sie eine einheitliche Strategie, welche möglichst alle Unternehmensbereiche betrifft.
  3. Formulieren Sie klare Zielsetzungen.
  4. Überprüfen Sie den Erfolg und nehmen Sie Optimierungen vor.
  5. Denken Sie langfristig und berücksichtigen Sie Trends ebenso wie etablierte Möglichkeiten.
  6. Beziehen Sie Vertreter Ihrer verschiedenen Unternehmensbereiche mit ein.