New Work ist aktuell in aller Munde und hat zu einer breiten gesellschaftlichen Debatte hinsichtlich der aktuellen Arbeitswelt geführt. Ursprünglich entwickelte vor rund 40 Jahren der US-amerikanische Philosoph mit österreichischen Wurzeln Frithjof Bergmann eine Vision für Neue Arbeit – und prägte somit den Begriff New Work. Die wichtigsten Werte seines Ansatzes sind Selbständigkeit, Freiheit und Teilhabe, die jedem Mensch gewährt werden sollen.

New Work ist dabei mehr ein Ergebnis eines langen begleiteten Prozesses, der mit der Frage beginnt, was man wirklich möchte und wie der Mensch seine eigene Persönlichkeit und Leidenschaft in die Arbeit mit einbringen kann. Nur dadurch ist man in der Lage, sich zu entfalten, seine kreative Seite zu entwickeln und selbständige Entscheidungen zu treffen.

Von diesem radikalen Ansatz hat sich der New-Work-Begriff aktuell entfernt und wird – zu Missgunst von Bergmann – sehr unterschiedlich sowie oft im Rahmen des Kapitalismus interpretiert.

Fakt ist jedoch, dass die Beschäftigung mit dem New-Work-Ansatz zu einem Umdenken und mehr Reflexion im Arbeitsleben geführt hat. Wie wollen wir unsere Arbeitswelt gestalten? Was haben wir für eine Einstellung zur Arbeit? Wie erschafft man eine Arbeitskultur, bei der jeder einzelne Mitarbeiter profitiert und die Arbeit nicht, wie von Bergmann beschrieben, als leichte Grippe wahrnimmt?

Photo on top of group of young business team working together on new project. Teamwork of creative managers in loft space. Concept of work in modern office on laptops and tablets

Die aktuelle New-Work-Bewegung beabsichtigt vor allem traditionelle Arbeitsmodelle in Frage zu stellen und flexiblere und vor allem auf das Individuum fokussierte Arbeitsnormen zu schaffen. Positive Beispiele gibt es viele. Die Firma Bike Citizen überlegt beispielsweise statt der üblichen 5-Tages-Woche nur 4 Tage zu arbeiten. Dadurch erhoffen sie sich entspanntere und glücklichere Kollegen.

„Früher waren unsere unternehmerischen Entscheidungssysteme sehr ähnlich wie zu der Zeit des Kaiserreichs. Heute können wir feststellen, dass New Work uns geholfen hat, unsere Arbeitsweisen zu hinterfragen und zu verändern. Mittlerweile gibt es viele Menschen, die sich zusammentun und gemeinsam lernen wollen. Ein Veränderungsbewusstsein tritt ein.“, erklärt Sabine Kluge, die für das Thema „Selbstorganisation in der Fertigung“ den Xing New Work Award 2018 erhielt.

Tatsächlich kann jeder einzelne zunächst einmal bei sich selbst beginnen und reflektieren: Wer bin ich, was macht mich aus? Wo liegen meine Stärken und Schwächen? Was will ich wirklich ?

Je klarer wir selbst wissen, was uns gut tut und was wir wollen, desto besser können wir Hand in Hand neue Strukturen schaffen. Dazu braucht es oft nicht viel Geld für Coaches oder Selbstfindungsseminare, alleine schon das aktive Reflektieren oder Diskutieren mit Freunden, Familie oder auch Kollegen kann Wunder bewirken. Wer Hilfe bei der Selbsteinschätzung sucht, findet zudem auch im Netz einige gute Stützen, wie z.B. Persönlichkeitstes wie unter www.16.personalities.com.

Wir bei Inreal versuchen durch regelmäßige Feedback- und Entwicklungsgespräche unsere Kollegen zu fördern,  so dass sie das machen können, was sie „wirklich wirklich wollen“. Für uns es gibt keine bessere Motivation, als das Gefühl, am richtigen Platz im Arbeitsalltag angekommen zu sein. Daran wollen wir gemeinsam arbeiten, um Inreal für alle Kollegen zu einem solchen Ort zu machen.