Virtual Reality? Im Immobilienvertrieb ohne VR-Brillen!

Es kann in der Immobilienbranche sinnvolle Anwendungsfälle für VR-Brillen geben – nur nicht in der Immobilienvermarktung wie wir sie sehen.

Wer sich mit Virtual Reality beschäftigt, kann anfänglich schnell den Eindruck gewinnen, dass die Vorteile dieser Technologie völlig unabhängig von der Branche nur über Virtual Reality-Brillen realisiert werden können. Zu diesem Missverständnis trägt die Berichterstattung über dieses Thema erheblich bei: Es gibt kaum einen Artikel oder Blog-Beitrag über Virtual Reality, der nicht mit einem Foto illustriert ist, auf dem ein oder mehrere Menschen mit einer VR-Brille zu sehen sind. Dabei funktioniert Virtual Reality auch ohne VR-Brille – in der Vermarktung von Immobilien aus unserer Sicht sogar besser.

Allerdings gibt es durchaus spannende Anwendungsmöglichkeiten für die VR-Brillen im Immobilienbereich, wie dieses Beispiel der TU Wien zeigt: Dort haben Forscher eine Virtual Reality-Brille entwickelt, mit der sich die Folgen der Augenkrankheit Grauer Star simulieren lassen. So sollen Probleme, die diese Augenkrankheit mit sich bringt, besser nachvollzogen und zum Beispiel schon in Planungsprozessen von Gebäuden berücksichtigt werden können. (Mehr dazu bei vienna.at)

Immobilienpräsentation und -vermarktung ohne VR-Brille

In der Präsentation und Vermarktung von Immobilien oder ganzen Arealen mit der Virtual Reality-Technologie haben VR-Brillen aus unserer Sicht allerdings einen eher kleinen Platz: Im Rahmen einer Messe kann der Einsatz Sinn machen. Aber auch in diesem Szenario wird die Frage nach der Hygiene einer stark genutzten VR-Brille zu einer Hemmschwelle für die Nutzung bei den Standbesuchern. Auch wagen sich nicht alle Interessenten an die neue Technologie heran, einigen wird bei der Nutzung der VR-Brillen schwindelig: Wer also im Rahmen einer Messe möglichst viele Menschen erreichen möchte, sollte auch hier auf VR-Brillen verzichten.

Wird die Virtual Reality-Technologie vollständig in die Vertriebs- und Marketingprozesse eingebunden, machen VR-Brillen aus unserer Sicht keinen Sinn. Das liegt – neben den erwähnten Hygiene-Themen und dem möglichen Unbehagen der Interessenten – vor allem daran, dass wir davon überzeugt sind, dass Menschen Immobilien von Menschen kaufen. Ohne einen Makler, der eine persönliche Beziehung aufbaut und seine Kunden durch den gesamten Verkaufsprozess als Berater begleitet, geht es nicht. Wir wollen den Aufbau dieser persönlichen Beziehung nicht stören und verzichten daher auf VR-Brillen.

Mit unseren virtuellen Begehungen mit Konfigurationsmöglichkeiten in Echtzeit geht es in der 1:1-Situation zwischen Makler und Interessenten darum, die Geschichte der Immobilie zu erzählen, ihre Verkaufsargumente visuell unterstützt herauszuarbeiten und dabei auf die Wünsche jedes Interessenten im Dialog einzugehen. Dazu sind ein direkter Austausch und Augenkontakt notwendig. Eine VR-Brille würde dies verhindern. Rückmeldungen unserer Kunden zeigen, dass deren Interessenten froh sind, sich ihre Wunschwohnung oder ihr Büro auf einem Bildschirm ansehen zu können.

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Entspannt genießen: Auf dem großen Bildschirm verpassen die Interessenten kein Detail der Immobilie. Über das Tablet hat der Makler die Story voll im Griff.

  • „Die Reaktionen der Interessenten sind super. Für viele ist das zwar Neuland, aber die Akzeptanz ist hoch. Viele sind froh, dass es ohne VR-Brille funktioniert. Das ist bequemer und weniger stressig.“

    Markus Schott
    Markus Schott Senior Consultant Residential, apollo living GmbH

Das sei schon bei kurzer Dauer entspannter und weniger stressig als mit einer VR-Brille. Außerdem können sich Interessenten fokussierter mit der Immobilie und den Ausstattungsoptionen beschäftigen, wenn die intensive Technikerfahrung und das Erleben der VR-Brille nicht im Vordergrund stehen. Und die Echtzeitbegehungen und Konfigurationsoptionen sorgen auch ohne VR-Brille für einen Wow-Effekt.

Wenn unsere Kunden mit dem von uns entwickelten Online-Konfigurationstool viele potentielle Interessenten gleichzeitig zuhause auf dem Sofa ansprechen und aktiv in den Vertriebsprozess einbinden wollen, setzen wir ebenfalls nicht auf die VR-Brillen: Ihre begrenzte Verfügbarkeit und schwankende Qualität in Privathaushalten sollte dem Erfolg des Online-Konfigurators – und damit der Generierung von hoch qualifizierten Leads – nicht im Wege stehen.

 

Weitere allgemeine Informationen über VR-Brillen (Wikipedia)

Mehr zu neuen VR-Brillen aus dem Jahr 2019 (gamez.de)