Während Immobilien-Investoren zu Beginn des Jahres noch mit verhaltenem Optimismus auf die Preisentwicklung schauten, geben nun einige Faktoren Anlass für positive Prognosen im Hinblick auf Büro- und Wohnimmobilien. Was die Umsätze bei Gewerbeimmobilien betrifft, erwarten Marktbeobachter neue Rekorde. In zahlreichen Regionen des Landes unterliegen die Immobilienpreise einem Wachstumstrend, der mehreren Studien zufolge auch mittel- und langfristig anhalten könnte.

Faktoren der Immobilienpreisentwicklung

Bei Prognosen über die Entwicklung der Büroimmobilien und Wohnimmobilien sind mehrere preisrelevante Faktoren zu berücksichtigen. Dazu gehören aktuelle Daten aus dem Finanz- und Immobilienbereich gleichermaßen. Im Wesentlichen sind es die Aspekte Einkommen und Konjunktur, Leitzinsen sowie Beschäftigungsniveau, die über die Richtung der Preisentwicklung entscheiden. Wird dies alles in die Prognose miteinbezogen, so lässt sich eine steigende Immobilienpreis-Entwicklung konstatieren. Im internationalen Vergleich sind die Grundstückspreise, Preise für Häuser und Wohnungen sowie die Mietpreise in den wohlhabenderen deutschen Städten dabei auf einem soliden Niveau.

Büroimmobilien: starkes Wachstum der Investments

Der Immobilien-Gesamtmarkt entwickelte sich 2018 bisher mit hoher Dynamik. Der vdp-Immobilienpreisindex ist im ersten Quartal des Jahres um weitere 8,8 Prozent gestiegen. Insbesondere die stabile Konjunktur und Wirtschaft sowie das weiterhin niedrige Zinsniveau sind dafür ausschlaggebend. Starke Nutzermärkte sorgen vor allem bei Gewerbeimmobilien für hohe Kapitalerträge für Investoren.

Der Markt für gewerbliche Immobilien verzeichnete laut vdpResearch im ersten Quartal 2018 einen deutlichen Preisanstieg von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der größte Anteil dieses Preisanstiegs ist auf teurer gewordene Büroimmobilien zurückzuführen. Diese zeigen einen Zuwachs um 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gründe für dieses Wachstum finden sich zum einen in erhöhten Mieten aufgrund einer Angebotsverknappung bei Büroflächen. Zum anderen verzeichnete der Liegenschaftszinssatzindex einen weiteren Nachlass um 5,2 Prozent.

Einer vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Umfrage zufolge gehen etwa 55 Prozent der befragten Immobilieninvestoren davon aus, dass es 2018 zu weiteren Preisanstiegen für Büroimmobilien in guten Lagen (A-Lagen) kommen wird, weswegen Sekundärstädte immer mehr in den Fokus geraten.

Prognose der Immobilienpreise bis 2030

Einige Marktbeobachter gehen von einem weiter anhaltenden Trend zum Anstieg der Immobilienpreise aus. Um bis zu 50 Prozent könnten Immobilienpreise bis zum Jahr 2030 anwachsen. Bereits jetzt herrscht ein hohes Preisniveau und es ist davon auszugehen, dass auch künftig die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigen wird. Das macht es für Investoren attraktiv, Immobilien zu erwerben und wenig später zu einem höheren Preis zu verkaufen. Dies trägt wiederum zum kontinuierlichen Anstieg der Kauf- und Mietpreise bei. Daher raten Experten und Marktbeobachter bereits seit Jahren weiterhin dazu, trotz des bereits hohen Preisniveaus Immobilien zu Investitionszwecken zu erwerben.