In der vergangenen Woche haben wir eine interne Umfrage zu den Unternehmenswerten und dazu durchgeführt, was wir alle bei Inreal am meisten schätzen. Dabei fiel sehr oft das Stichwort Humor oder auch das gemeinsame Lachen und Rumalbern mit den Kollegen, sowie der Fakt, das auch neue Kollegen diesen gemeinsamen Humor teilen sollten. Das hat mir noch einmal sehr deutlich gemacht, wie sehr Humor meinen Arbeitsalltag bei Inreal prägt und auch bereichert.

Doch wieso ist das so? Was entsteht denn eigentlich dabei, wenn man gemeinsam lacht und gehört dies überhaupt in den trockenen Büroalltag?

Für mich auf jeden Fall. Gemeinsames Lachen ist für mich gesund, fördert das Wohlbefinden in meiner täglichen Arbeit, aber auch das Gemeinschaftsgefühl. Auch zahlreiche Forschungen belegen, dass die Effekte von Lachen heilsame Wirkungen im Körper erzeugen: die Immunabwehr stärkt sich, der Gehirn versorgt sich mit Sauerstoff, die Atmung verbessert sich und die Durchblutung wird angeregt. Beim Lachen werden Stresshormone wie Adrenalin und Kortison angehalten und Serotonin, das Glückshormon, produziert. Wer Humor positiv einsetzt, fühlt sich somit auch wohler.

Humor kann weiter auch negative Situationen verändern: Der Kollege ist vom ewigen Projekt genervt, der Kunde unzufrieden und die Kaffeemaschine entkalkt mal wieder mehrere Stunden. Mit ein bisschen Humor und Fingerspitzengefühl können sich diese Situationen verändern, Humor hilft einem oft einen Schritt zurück zu machen und ist für mich in solchen Situationen eine wichtige Ressource. Manchmal auch einfach getreu dem Motto:

Humor ist, wenn man trotzdem lacht!“

Führung mit Humor

Dass gerade Führungskräfte davon profitieren können, wenn sie mit ihren Kollegen humorvoll umgehen, bestätigt auch eine Studie der Universität Mannheim aus dem Jahr 2015. Die Forscher stellten darin fest, dass humorvolle Führungskräfte bessere Beziehungen zu ihrem Team aufbauen.

Auch die Organisationsforschung ist überzeugt, dass Humor eine grundlegende Rolle dabei spielt, wie wir andere wahrnehmen und wie Hierarchien in Gruppen entstehen. Dies konnte von den Autoren anhand eines Beispiels belegt werden: Als Dick Costolo als Chief Operating Officer (COO) bei Twitter begann, setzte er – ganz im Stil seines neuen Arbeitgebers – einen Tweet ab. „Morgen ist mein erster Tag als COO bei Twitter. Erster Schritt: den CEO unterminieren und Macht sichern“, twitterte Costolo damals sowohl selbstsicher als auch humorvoll. „Ein Jahr, nachdem er den Tweet abgesetzt hatte, wurde Costolo tatsächlich der CEO von Twitter“, sagt Studienautor Bitterly. Inwieweit der Humor dazu beigetragen hat, sei mal dahingestellt – verhindert hat er den raschen Aufstieg aber sicherlich nicht.

Schlechte Witze, schlechtes Standing

Wichtig dabei aber: Damit Humor am Arbeitsplatz richtig funktioniert, sollte trotz alledem immer mit Respekt und wertschätzend miteinander umgegangen werden. Die Regel um das Maß zu finden, ist eigentlich einfach: Trägt das was ich sagen möchte, zu einer positiven Atmosphäre bei? Werden meine Arbeitskollegen sich wohler fühlen?

Spannend ist ebenso, dass das Gehirn unbewusst erkennt, ob mein Gegenüber mit einem echten oder künstlichen Lächeln reagiert: Lachen ist in der sozialen Interaktion ein sehr starkes Signal. Wenn man freudig angelacht wird, fühlt man sich aufgenommen. Wenn man Opfer eines höhnischen Lachens wird, fühlt man sich aus einer Gruppe ausgeschlossen.

Kein Humor? Nicht verzagen!

Humor kann auch erlernt werden. Mittlerweile werden zahlreiche Kurse und Trainings angeboten, um Humor in den Alltag zu bringen. Es gibt sogar Unternehmen, die Lach-Seminar für ihre Kollegen anbieten.

Lachen gehört zu unserer Unternehmenskultur und wir sind stolz darauf!

Bei Inreal erfreue ich mich jeden Tag an dem gemeinschaftlichen Humor der Kollegen. Lachen ist Teil unserer Unternehmenskultur: Sei es beim Austausch von lustigen GIFs in unserem gemeinsamen Chat, sei es beim gemeinsamen Mittagsessen oder bei unseren monatlichen Teamevents. Humor schenkt uns die Möglichkeit eine gelassene und erfrischende Haltung zu bewahren und zu kultivieren, die uns wiederum bei der alltäglichen Arbeit anspornt und voranbringt – und mich persönlich jeden Tag sehr gerne zur Arbeit gehen lässt!