Was ist kognitive Automatisierung?

Kognitive Automatisierung (engl: cognitive automation) ist ein Teilgebiet der künstlichen Intelligenz, das sich um die Nachahmung menschlichen Verhaltens dreht. Robotergesteuerte Prozessautomatiserung (RPA) und verschiedene kognitive Technologien werden dabei vereint. Unter kognitiven Systemen versteht man in erster Linie die Fähigkeit, natürliche Sprache zu verarbeiten, aber auch das Teilgebiet des maschinellen Lernens sowie im Allgemeinen die Analyse von Informationen, um daraus neue auf das Unternehmen zugeschnittene Informationen zu generieren. Kognitive Software wird dahingehend programmiert, menschliche Aktivitäten und Intelligenz näherungsweise abzubilden, insbesondere: Wahrnehmung, Schlussfolgerung, Beweisaufnahme, Vermutung und Begründung. Beispielsweise verfügt ein Mitarbeiter über spezielles Wissen und Expertise. Dies kann in kognitiven Systemen in Form eins Programms näherungsweise übertragen werden. Kognitive Automatisierung zielt nicht darauf ab, Mitarbeiter zu ersetzen, sondern sie von zeitraubenden und komplexen Aufgaben zu entbinden bzw. sie dabei zu unterstützen.

Einsatzmöglichkeiten in der Immobilienbranche

Kognitive Automatisierung verspricht eine effektive, clevere und günstige Lösung zu sein, denn sie bietet folgende Vorteile:

  • Beschleunigung und erhöhte Effizienz: alltägliche und sich wiederholende Aufgaben, wie z.B. Extraktion und Digitalisierung von Daten bei Rechnungsstellung können rascher und akkurater erledigt werden.
  • Entbürokratisierung von Verträgen und anderen wichtigen Dokumenten: Kognitive Systeme können diese Inhalte in einem speziellen Format für Analysen und Berichte bereitstellen. Das vereinfacht und beschleunigt an vielen Stellen die Arbeit.
  • Hypothesen erstellen: Diese Systeme sind imstande Spekulationen und Prognosen auf Basis bestehender Daten zu erstellen. Sie können diese beurteilen und aus den Ergebnissen und Auswertungen lernen. Sie unterstützen Unternehmen bei schwierigen oder riskanten Entscheidungen, eine möglichst akkurate Einschätzung zu liefern.
  • Recherchen nachgehen: Diese nehmen viel Zeit und Arbeitsaufwand in Anspruch. Kognitive Systeme können die Bedeutung eines Wortes, Satzes oder Textes feststellen, um so die gezielte Informationssuche unterstützen: Dabei werden Inhalte nach Themen und bestimmten Schlagwörtern sortiert und aufgelistet. Der Mitarbeitet erhält nun eine Liste von Informationen zum entsprechenden Thema.
  • Verbesserte Compliance und Risikoüberwachung: Unternehmen in diesem Bereich können viele ihrer routinemäßigen Risiko- und Compliance-Überwachungsaktivitäten mithilfe von RPA automatisieren. Beispielsweise ist man so in der Lage, die Einhaltung von Vertragsbedingungen zu überwachen oder periodisch Leasingverträge zu verfolgen. Mögliche Risiken von Mietausfällen sowie jegliche vertragliche Verpflichtungen werden somit geprüft.
  • Optimierung der Kosten: RPA kann die Kosten drastisch senken und kann sogar günstiger sein als Offshoring. Die Programme können eine 24/7-Verarbeitung der Daten durchführen – ohne Pausen und ohne Urlaub.

Durch die Reduzierung von Fehlern und Betrügereien sowie eine schnellere, kostengünstige Umsetzung kann Cognitive Automation punkten. Diese Aspekte können letzten Endes zu einer besseren Erfahrung der Stakeholder und damit auch zu potenziellen Nachfolgeprojekten führen. Kognitive Informatik ist ein riesiger Markt, der bereits weltweit Umsätze von mehreren Milliarden Dollar generiert. Ein Blick darauf, was möglich ist und wie man es in das Unternehmen integrieren kann, könnte sich bezahlt machen.