Das 1×1 der Digitalisierung in der Immobilien-Branche:
Data Mining

Was ist Data Mining?

Der englische Ausdruck Data Mining bedeutet auf Deutsch wörtlich „Daten graben“ oder „Daten fördern“. Hierunter versteht man eine systematische Anwendung statistischer Methoden auf große Datenbestände, um neue Zusammenhänge und Trends zu erkennen. Dabei sollen mithilfe spezieller Algorithmen nach Möglichkeit automatisch Querverbindungen zwischen verschiedenen Planungsobjekten erkannt werden.

Schon heute sehen sich Teilnehmer auf dem Immobilienmarkt indirekt mit Data Mining konfrontiert. Hierzu zählen beispielsweise Werbeanzeigen auf Internetseiten mit persönlich auf den jeweiligen User zugeschnittenen Immobilienangeboten. Doch das Potenzial dieser neuen Technologie für den Immobilienmarkt wird noch kaum ausgeschöpft. Dabei sind bereits heute zahlreiche mögliche Anwendungen für die Immobilienbranche erkennbar.

 

Anwendungsmöglichkeiten in der Immobilienbranche

Im Bereich der Investitionsbewertung könnten mithilfe ausreichend großer Datenbankbestände schwarze Schafe erkannt oder besonders risikoreiche Investments von vorherein automatisch ausgeschlossen werden. Darüber hinaus eröffnet sich die Möglichkeit, für Immobilien realistische Preisvorhersagen für die Zukunft zu treffen.

In Bezug auf die Mietpreisbildung könnten Data Mining Technologien dazu eingesetzt werden, um aus verschiedenen wichtigen Einzelfaktoren, wie Lage, Größe und Ausstattung unterschiedliche Ausstattungskategorien zu bilden. Ebenso ließen sich beispielsweise zukünftige Mietpreisentwicklungen per Data Mining genauer prognostizieren.

Bei großen Immobilien könnte diese neue Technologie die Mieterbewertung erleichtern. Hierzu könnten die Angaben der Selbstauskunft mithilfe von Algorithmen auf Auffälligkeiten überprüft werden. Auf diese Weise wäre eine genauere Analyse der Mieter in Bezug auf Aspekte, wie die Zahlungsfähigkeit möglich.

Schließlich ließe sich Data Mining zum besseren Erkennen von Potenzialen und Trends einsetzen. Eine mögliche Anwendungsmöglichkeit in der Immobilienbranche wäre eine verbesserte Klassifizierung und Kategorisierung der komplexen Datenbestände innerhalb von kostenpflichtigen Immobiliendatenbanken. So wäre es möglich die Informationen zu Aspekten wie Struktur und Preis mit Firmendaten und Projektdokumentation sowie mit Marktnews so zu verknüpfen, dass sich hieraus ganz neue Sachverhalte erkennen ließen.

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